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Aiming: Sail & Wreck EP (Review)

Artist:

Aiming

Aiming: Sail & Wreck EP
Album:

Sail & Wreck EP

Medium: MC/Download/EP-CD
Stil:

Wave, Shoegaze

Label: Blackjack Illuminist Records
Spieldauer: 16:19
Erschienen: 20.03.2026
Website: [Link]

Nach ihrer „The Legend EP“ versuchen sich die New Yorker AIMING nun an einer musikalischen Innenschau volle Ruhe und vertonter Klaustrophobie.
„Sail & Wreck“ dreht sich inhaltlich um Themen wie zerrüttete Beziehungen, Nostalgie und die Angst emotional und geografisch an bestimmten Orten festzustecken, von denen man weiß, dass es viel gesünder wäre, sie zu verlassen.


Dass die vordergründige Ruhe des Openers „Our Voices At The Bottom Of The Ocean“ dementsprechend eher trügt als entspannt, passt dementsprechend gut ins Bild. Zwar fließen die Gesänge und auch die Synthesizer flächig und bedacht voran, trotzdem entsteht aber auch das Gefühl von diffuser Unsicherheit, einer ungreifbaren Nervosität, die sich in „First At The Accident“ fast zynisch entlädt.


Die Synthies klingen rhythmischer, der Gesang weniger ätherisch und damit macht sich eine fast Pop-affine Stimmung breit. Zugleich liegt in dem repetitiven Charakter des Stücks eine gewisse Traurigkeit, die sich in „Shit In The '80s“ wieder in Richtung süffisantem Zynismus dreht, klingt das Stück doch wie eine nostalgische Liebeserklärung an klassisch unterkühlten Wave der 80er-Jahre.


Mit dem Titeltrack kehrt eine Art unerwartete Ruhe ein.
Der Groove wird fast vollständig zurückgefahren und auch die Gesänge wirken ätherischer, weswegen der Abschluss noch verträumter als der Rest der EP klingt, was jedoch die ungewisse Stimmung der Vorgängersongs nicht auflöst.


FAZIT: Auch mit seiner „Sail & Wreck EP“ bleibt das New Yorker Duo AIMING dem therapeutischen Ansatz von unaufgeregtem Wave bzw. Shoegaze treu. Wobei sich hier bereits erste Abnutzungserscheinungen im künstlerischen Konzept breit machen. Denn davon, dass der Hörer beim Lauschen der EP wegdämmert, war zu Beginn nicht die Rede. Ganz so weit kommt es zum Glück noch nicht, aber der Fokus auf ruhige, verträumte Sounds und das langsame Tempo machen die Spielzeit von nicht einmal siebzehn Minuten zäher als gedacht.

Dominik Maier (Info) (Review 98x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Our Voices At The Bottom Of The Ocean
  • First At The Accident
  • Shit In The ‘80s
  • Sail & Wreck

Besetzung:

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