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Helvitnir: Wolves Of The Underworld (Review)

Artist:

Helvitnir

Helvitnir: Wolves Of The Underworld
Album:

Wolves Of The Underworld

Medium: CD/LP/MC/Download
Stil:

Black Metal

Label: Dusktone
Spieldauer: 42:43
Erschienen: 14.03.2025
Website: [Link]

Wenn die Wölfe Hels an der Haustür klingeln, solltest Du vor dem Öffnen zu Ohropax greifen, sonst klingelt es alsbald auch in Deinen Ohren. Das Quartett aus Norwegen interpretiert Black Metal nämlich so humorlos wie druckvoll, es bleibt also kaum Raum für kritische Gegenfragen oder gar Spott.

Nachdem die beiden Gitarristen Ihizahg und Bjarkan mitsamt Bassist und Sänger Hellcommander Vargblod die Band Ragnarok verlassen hatten, machten sie sich anno 2023 auf den Weg, um unter dem Banner HELVITNIRs jenen Songfragmenten Leben einzuhauchen, die sie bereits für ihre vorige Band komponiert hatten. Insofern mag es kaum verwundern, dass die Wölfe aus Hels Reich munter nach vorne preschen und keine Gefangenen machen.
Mächtig trumpft die Horde vor allem dann auf, wenn sie im Midtempo eine subtile Epik anklingen lässt, doch auch im höheren Tempo setzt sie auf eine gewisse Eingängigkeit, der heisere Gesang des Hellcommanders tönt dabei vergleichsweise verständlich.
Der das Album eröffnende Song "Throes Of Transformation" nimmt die Fährte des (grandiosen) Nordjevel-Debüts auf, um in einer kurzen Passage mit klarem Gesang Emperor die Ehre zu erweisen. So lässt es sich prächtig in die nordische Unterwelt der Totengöttin eintreten.
Nahezu unwiderstehlich eingängig arrangiert ist die Single-Auskopplung "Odinsbane", die im Mittelteil nur kurz Wolfsgeheul erklingen lässt und gesanglich fast schon abwechslungsreich tönt.


Eine musikalische Nähe zu Necrophobic ist zum Beispiel bei "Dread Biter" kaum von der Hand zu weisen, doch mit Bjarkan ist schließlich auch ein Schwede an Bord, der sich u.a. bei Throne of Heresy in schwer- bis schwarz-metallischer Blasphemie übt und dem eine tödliche "schwedische Melodik" daher wohl leicht von der Hand geht.



Wer HELVITNIR einen Strick drehen möchte, der kann dem Quartett zweifelsohne nachsagen, dass es sich auf einem hinlänglich ausgetretenen Pfad bewegt und diesen auch nicht um einen Meter nach links oder rechts verlässt. Wer allerdings findet, dass eine solch halsstarrige Fokussierung zum Norwegian Black Metal wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passen kann, der könnte die ruppige Vollbedienung in der knappen Dreiviertelstunde als himml… pardon, als höllische Wonne erleben.

FAZIT: Die Reinkultur des Norwegian Black Metal wird mit Hellhammer am Schlagzeug so überraschungsarm wie souverän dargeboten, sodass sich HELVITNIR mit ihrem Langspieldebüt "Wolves Of The Underworld" als ernst zu nehmende Verfechter des besagten Genres etablieren, deren Stärke vor allem in der Tradierung des landeseigenen Stils besteht, ohne dass sie vor der Möglichkeiten moderner Produktionen zurückschrecken. Das Cover lässt erahnen, dass diese Wölfe nicht umsonst ihre Zähne blecken…

Thor Joakimsson (Info) (Review 88x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Throes of Transformation
  • Black Flame Triad
  • Helvitnir
  • Void of Emptiness
  • Imagery of Deceit
  • Odinsbane
  • Dread Biter
  • Helheim's Throne
  • Draugr

Besetzung:

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