Partner
Services
Statistiken
Wir
Reaper: Dead World Legacy (Review)
| Artist: | Reaper |
|
| Album: | Dead World Legacy |
|
| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Heavy Metal |
|
| Label: | Reaper Industries | |
| Spieldauer: | 58:10 | |
| Erschienen: | 13.02.2026 | |
| Website: | [Link] |
In ihren Ursprüngen treiben die Kasseler von REAPER bereits seit 1984 ihr Unwesen in der hiesigen Heavy-Metal-Szene. Nun steht seit Februar diesen Jahres ihr viertes Album in den Läden und erzählt Geschichten vom Vermächtnis einer toten Welt.
Dabei ist „Dead World Legacy“ mitnichten Leichenfledderei, denn der Heavy Metal ist schließlich nach wie vor quicklebendig, während die Welt vor die Hunde zu gehen scheint. Daran nehmen diverse Texte auf dem Album Anteil. Dass sich zu diesen Themen auch manch dramatischer Schlenker in Richtung Doom Metal einschleicht, beweist z.B. das spannungsgeladenen „Jerusalem“, das mit höherem Gesang und gedrosseltem Tempo durchaus als schicksalhaftes Epos durchgehen könnte.
Aber auch sonst lassen REAPER einen gewissen Hang zum Drama nicht missen. Vor allem die Gitarren in Stücken wie „Garden Of Delights“ oder auch „The Gale“ bringen Anflüge einer Düsternis ein, die zusammen mit den stimmlichen Presshöhen von Daniel Zimmermann manchmal an eine dunklere Version von U.D.O denken lässt.
Dass sie aber auch in der Lage ist, heroische Midtempo-Stampfer zu komponieren, zeigt die Band mit „The Legacy“, das irgendwo zwischen den Polen HAMMERFALL-Heavy-Metal und CANDLEMASS-Atmosphäre schwankt und nicht ganz ohne Pathos auskommt. Dabei fällt immer wieder auf, dass REAPER mit einer sehr eigenwilligen Handschrift musizieren, ohne manche Zitate gänzlich zu verweigern.
So verhält es sich auch mit der 'Fluch der Karibik'-Liebelei „Oceans Of Slumber“, bei der das Eingangsriff doch sehr an die Titelmelodie besagter Filmreihe erinnert. Im weiteren Verlauf entwickelt sich das Stück zu einem leicht verschleppten Düster-Track, der mit eindringlicher Melodie gefällt.
Eine echte Überraschung ist dann noch der Bonustrack „Dark Throne“, dessen Text einzig aus aneinandergereihten DARKTHRONE-Albumtiteln besteht. Entsprechend dieser Thematik agieren REAPER in diesem Tribut-Song eine Ecke punkiger als zuvor, was den Herren gut zu Gesicht steht.
FAZIT: REAPER haben mit „Dead World Legacy“ ein dezent kauziges Heavy Metal Album am Start und zeigen sich in ihrer Comeback-Form gesattelt und gewappnet ihr Vermächtnis fortzuführen. Wer auf Heavy Metal klassischer Machart mit dramatisch-düsterem Anstrich schwört, der könnte hier auf jeden Fall fündig werden.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Eye In The Sky
- From Giant’s Shoulders
- Jerusalem
- Garden Of Delights
- The Gale
- March Of The AT-AT
- The Legacy
- Oceans Of Slumber
- The Fear
- The Sun
- Dark Throne (Bonus)
- Bass - Matthias Kraft
- Gesang - Daniel Zimmermann
- Gitarre - Benjamin Lodewig, Daniel Zimmermann
- Schlagzeug - Jan Breede
- Gardens Of Seth (2009) - 7/15 Punkten
- Fairies Return (2012) - 4/15 Punkten
- Dead World Legacy (2026) - 11/15 Punkten
-
keine Interviews
Kontakt
