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Red Kite: This Too Shall Pass (Review)

Artist:

Red Kite

Red Kite: This Too Shall Pass
Album:

This Too Shall Pass

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Jazzrock

Label: Is it Jazz? Records
Spieldauer: 47:22
Erschienen: 19.06.2026
Website: [Link]

Dass die norwegischen Jazzrocker RED KITE bei Is It Jazz? Records zuhause sind, wirkt bei „This Too Shall Pass“ fast wie eine rhetorische Frage. Denn das Trio interessiert sich weniger für Genregrenzen als für deren kontrollierte Kollision – Jazz und Rock werden hier bewusst gegeneinander gerieben.


Der Opener „Not To Be“ setzt noch vergleichsweise klar auf jazzige Spannungsbögen und luftige Dynamik. Doch „No Safe Harbour“ zieht die Schrauben deutlich fester an: ein schleppender, fast doomiger Groove, der an eine Instrumentalversion von BLACK SABBATH denken lässt – wären da nicht die quirlig-aufsässigen Bläser, die sich immer wieder in die Gitarrenriffs hineinbohren und dem Stück eine gehörige Portion Nervosität verleihen.


Und so wechseln sich verspielte, luftige und swingende Kompositionen wie „For Ugly Ducklings“ mit klassischen Jazzrockern wie „Bernt“ und verqueren, rhythmisch aufgerauten Rockpassagen ab („Texas Of Sweden“). RED KITE halten dabei bewusst die Balance zwischen Kontrolle und kontrolliertem Chaos: Immer wieder schieben sich komplexe Grooves und überraschende Harmoniewendungen in den Vordergrund, ohne dass der Fluss der Stücke aus dem Ruder läuft.
Und dass das Quartett auch die leisen, beinahe poppig-sphärischen Farben beherrscht, zeigen schließlich das gefühlvolle „Broken Hearts And Broken Bones“ und „All’s Well That Ends“, die mit überraschender Zartheit einen wirkungsvollen Gegenpol zu manch aufgeladenem Stück setzen.


FAZIT: „This Too Shall Pass“ lebt vom ständigen Wechselspiel zwischen ruhigen, atmosphärisch-jazzigen Passagen und kraftvoll aufgeladenen, teils ruppigen Rockmomenten. RED KITE nutzen diesen Gegenpol gezielt als dramaturgisches Prinzip und erzeugen daraus ein spannungsreiches Pendel zwischen Ruhe und Eskalation. Gerade diese Dynamik verleiht dem Album seinen Sog – statt linearer Entwicklung dominiert ein bewusstes Auf und Ab, das die Musik permanent in Bewegung hält.

Marco Rauland (Info) (Review 52x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Not To Be
  • Requiem For Bolla
  • Texas Of Sweden
  • No Safe Harbour
  • For Ugly Duckling
  • Bernt
  • Broken Hearts And Broken Bones
  • All's Well That Ends

Besetzung:

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