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Poppy Ackroyd: Liminal (Review)

Artist:

Poppy Ackroyd

Poppy Ackroyd: Liminal
Album:

Liminal

Medium: CD/Download
Stil:

Ambient, Neo-Klassik

Label: One Little Independent
Spieldauer: 40:40
Erschienen: 05.06.2026
Website: [Link]

Liminal“ ist das sechste Album POPPY ACKROYDs, das siebte, wenn man die Überarbeitung „Resolve Reimagined“ mitzählt.
Wir folgen der Künstlerin seit ihrem Solo-Debüt „Escapement“ (2012) mit Genuss. Mit ihrem aktuellen Album geht es zurück zu den Wurzeln, denn Ackroyd bedient sich „nur“ des Klaviers und der Violine, die sie aber wieder geschickt - angeschlagen, gestrichen und gezupft - elektronisch verfremdet.


Das ergibt eine Musik, die sich wohlig zwischen Ambient und Neo-Klassik eingegroovt hat, meditativ, verträumt und milde melancholisch, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Es gibt perlende Läufe und das tastende Erforschen des Verhallens und Pausierens. POPPY ACKROYD vermeidet überflüssigen Tand, hält allzu kitschiges außen vor. Das spiegelt den Geist von Erik Satie, lässt Anklänge an Wim Mertens, Andrew Popy und auch Harold Budd erkennen und bleibt doch eigen.


Liminal“ taugt als Ballettmusik für musikoffene Events (wozu einzelne Stücke auch genutzt wurden), ist kompetenter, kontemplativer Begleiter durch laue nächtliche Stunden und wolkenverhangene Tage. Der Albumtitel passt sehr gut zum derzeitigen Trend (ohne, dass Frau Ackroyd sich anbiedern müsste) der „Liminal Spaces“ und “Backrooms“, dem Erforschen von (klanglichen) Arealen, gerne gepaart mit dem Unbehagen, dass die scheinbar unbelebten Architekturen und verschwimmenden Zwischenräume auslösen können. Doch POPPY ACKROYD sucht nicht nach Horror, sondern der Schönheit, die dem Mysteriösen innewohnt. Eine Suche mit Erfolg.


FAZIT: „Liminal“ zeigt POPPY ACKROYD erneut als verlässliche Künstlerin, die in feinen Strukturen nach Geheimnissen und Schönheit zelebriert. Sie nutzt die Möglichkeiten der elektronischen Verfremdung nicht dafür Grenzen zu sprengen, sondern grazil an ihnen entlang zu reisen. Es ist alles im Fluss, hier in der Musik gelingt das, was im Leben so oft scheitert. Klanglich sehr fein austariert. Ein Gewinn.

Jochen König (Info) (Review 50x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • In The Mist
  • Shimmer
  • Continuum
  • For Those Who Wait
  • The Unknown
  • Drift
  • Weightless
  • Between Two Worlds

Besetzung:

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